→ Grußwort der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zum bundesweiten Tag der Architektur 2024
→ Gemeinsames Grußwort der Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer und des Präsidenten der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2024 in Hamburg

Grußwort der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zum bundesweiten Tag der Architektur 2024

Was macht gelungene Architektur aus und wie können Architektur und Planung zum individuellen Wohlbefinden, zum Klima- und Ressourcenschutz und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen? Wie können Wohn- und Nichtwohngebäude bezahlbar, nachhaltig und zugleich baukulturell anspruchsvoll sein?

Fragen wie diese sollten nicht alleine den Fachleuten überlassen werden sondern Teil eines breiten öffentlichen Baukulturdialogs sein. Der Tag der Architektur lädt dazu ein, diesen am konkreten Beispiel und im direkten Gespräch mit Planerinnen und Planern zu führen. Sei es bei der Besichtigung eines energetisch vorbildlich sanierten Einfamilienhauses, eines in Wohnraum umgewandelten Bürogebäudes oder eines in modularer Bauweise errichteten Schulneubaus. Oder bei einer Führung durch eines der vielen anderen sehenswerten Projekte, die dank des Engagements der Architektenkammern und ihrer Mitglieder an diesem Tag ihre Türen für die Allgemeinheit öffnen.

In diesem Jahr zählen dazu insbesondere Projekte, die zeigen, wie „Einfach (um)bauen“ geht. Es geht also um das riesige, noch viel zu wenig erschlossene Potential, das im Umbauen und Umnutzen des vorhandenen Gebäudebestands liegt. Und es geht um Gebäude und Quartiere, die sich weniger am technisch und konstruktiv Machbaren orientieren als am Notwendigen, Angemessenen und langfristig Funktionalen. Projekte also, bei denen Planerinnen und Planer wertvolle Ressourcen sorgsam und effizient einsetzen und damit einen Beitrag zum nachhaltigen Bauen und zu einer neuen Umbaukultur leisten. Wenn einfacheres Bauen dann auch noch zu kostengünstigeren Lösungen im Wohnungsbau führt, gewinnen alle: Mieterinnen und Mieter, Bauwirtschaft und Umwelt.

„Einfach (um)bauen – dieses Motto steht für zukunftsweisende Ansätze, die das Bundesbauministerium mit gezielten politischen Initiativen, einer verstärkten Bauforschung und vor allem mit neuen Förderprogrammen wie „Jung kauft alt“ und „Gewerbe zu Wohnen unterstützt. Damit zu den vielen nachhaltigen Bau- und Umbauprojekten der letzten Jahre, noch zahlreiche weitere, an regionale Besonderheiten angepasste und auf die konkrete Bauaufgabe zugeschnittene architektonische und städtebauliche Lösungen hinzukommen.

Ich wünsche dem Tag der Architektur und allen Beteiligten auch in diesem Jahr große öffentliche Resonanz und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereichernde Einblicke, Erkenntnisse und Erlebnisse rund um die aktuellen Fragen von Architektur, Stadt- und Landschaftsgestaltung.

Klara Geywitz
Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

Gemeinsames Grußwort der Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer und des Präsidenten der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2024 in Hamburg

Wir freuen uns sehr, Ihnen auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges und spannendes Programm zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst präsentieren zu können. Das diesjährige Motto „Einfach (um)bauen“ fasst in nur zwei Worten zusammen, wo unsere Reise hingehen wird.

Stand jahrzehntelang der Neubau im Fokus, liegt – wollen wir dem Klimawandel, der Ressourcenausbeutung und der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen etwas entgegen setzen – die Zukunft im Bestand. Es gilt Bestandsbauten, d.h. Architektur und Ingenieurbaukunst, weiter- und umzubauen. Ist aber einmal Abriss die letzte Option, sind verbaute Bauteile und Materialien – Stichworte „Graue Energie“, „Urban Mining“, „Zirkularität“ – weiterzuverwenden. Wir brauchen eine Umbauordnung.

Hamburg ist und wird nie „fertig gebaut“ sein. So fehlt es z. B. schmerzlich an bezahlbarem Wohnraum und auch zukünftig werden gesellschaftliche, wirtschaftliche und technische Entwicklungen Neubau erfordern. Doch werden wir mehr um- und weiterbauen als neu bauen, aber wir werden auch einfacher bauen müssen. Unsere Standards und Normen folgen an vielen Stellen überzogenen Ansprüchen und haben den Bezug zu baulicher Praxis sowie Nutzung verloren. Weniger könnte hier wieder einmal mehr sein und innovative, nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen ermöglichen. Die Kammern unterstützen die Einführung eines Gebäudetyps E – „E“ im Sinne von „Einfach Bauen“ oder „Experimentelles Bauen“.

Unsere Wahrnehmung – die Ästhetik – und unser Gebrauch von Architektur und Ingenieurbaukunst werden sich radikal ändern. Gute Gestaltung und Konstruktion sind und bleiben aber erst recht das Fundament einer nachhaltig gebauten Umwelt. Nur was auch morgen noch funktioniert, gut konstruiert ist, flexible Nutzungen ermöglicht, gemocht und als schön empfunden wird, das wird Bestand haben.

Wir laden Sie dazu ein, mit Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieuren, Stadtplanerinnen und Stadtplanern über diese und andere Themen in den Austausch zu treten sowie Planen und Bauen aus erster Hand, vor Ort und in O-Tönen zu erleben.

Wir wünschen Ihnen ein Wochenende voller intensiver Begegnungen mit vielen Planerinnen und Planern und Bauten!

Karin Loosen
Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer

Stefan Weihrauch
Präsident der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau

Teilnahmebedingungen und Anmeldeverfahren

Die Teilnahme an allen Führungen zu den Projekten, an allen Touren, an den büropräsentationen sowie an den Veranstaltungen im Rahmen von PROJEKTOR – Der Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst für junge Leute ist kostenlos. Wir bitten Sie allerdings um Einhaltung der geschilderten Abläufe und Teilnahmebedingungen.

Eine Haftung durch die Hamburgische Architektenkammer, die Hamburgische Ingenieurkammer-Bau, die beteiligten Architektur-, Stadtplanungs- und Ingenieurbüros oder die Guides für Schäden, die im Zusammenhang mit der Durchführung und Organisation der Führungen, Touren und Veranstaltungen stehen, ist ausgeschlossen, es sei denn, diese sind auf vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten der Kammern, Büros und Guides zurückzuführen. Die Haftungsbeschränkung gilt nicht für Personenschäden.

Führungen Projekte und Veranstaltungen in der Rubrik PERSPEKTIVEN

Die Teilnahme an den Führungen zu den Projekten erfordert keine Anmeldung, mit Ausnahme der Führungen 9, 11, 14, 55. Anmeldungen sind ausschließlich über die Website www.tda-hamburg.de möglich. Alle Führungen und Veranstaltungen starten ausschließlich zu den im Programmheft bzw. auf dieser Website www.tda-hamburg.de ausgewiesenen Zeiten. Eine Besichtigung der Gebäude außerhalb der Führungen bzw. ein Besuch der Büros außerhalb der angegebenen Zeiten ist nicht möglich. Für die Führungen in einigen Projekten und bei einigen Veranstaltungen gelten besondere Bedingungen. Hinweise dazu finden Sie unter dem jeweiligen Eintrag im Programmheft bzw. auf der Website.

Die spezifischen Situationen vor Ort machen Begrenzungen der Gruppengrößen erforderlich. Eine Teilnahme wird deswegen ausdrücklich nicht garantiert. Die Architektur-, Stadtplanungs- und Ingenieurbüros führen die Programme vor Ort in Eigenregie durch. Bitte akzeptieren Sie deren Vorgaben.

Touren

Die Teilnahme an den geführten Touren erfordert eine Anmeldung hier auf dieser Website www.tda-hamburg.de.

Anmeldung

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass pro Person max. zwei Teilnehmer*innen pro Führung / Tour angemeldet werden können. Ist Ihre Anmeldung erfolgreich, erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Angaben zum Ausgangspunkt der von Ihnen gewünschten Führung / Tour. Bitte bringen Sie die Bestätigung ausgedruckt oder digital zum Treffpunkt mit, und zeigen Sie diese gegebenenfalls auf Nachfrage vor.

PROJEKTOR – Der Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst für junge Leute

In der Rubrik PROJEKTOR können einige Veranstaltungen ohne Anmeldung besucht werden, für andere wiederum ist eine Anmeldung erforderlich. Für einige Veranstaltungen ist eine Anmeldung zwar nicht zwingend erforderlich, wird aber empfohlen, wenn Sie sichergehen möchten, dass Sie (für Ihr Kind / Ihre Kinder) einen freien Platz bekommen. Hinweise dazu entnehmen Sie bitte den jeweiligen Veranstaltungseinträgen. Ist Ihre Anmeldung erfolgreich, erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail. Wir bitten alle Kinder und Jugendlichen darum, die Bestätigung ausgedruckt oder digital zur Veranstaltung mitzubringen und dort gegebenenfalls auf Nachfrage vorzuzeigen.

Änderungen, Absagen, Haftung

Auch bei aller Sorgfalt in der Planung kann es dazu kommen, dass eine Führung, Tour oder Veranstaltung aus organisatorischen Gründen abgesagt bzw. der vorgesehene Ablauf zeitlich, örtlich oder auch inhaltlich geändert werden muss. Bei Absage einer Tour, Führung oder Veranstaltung ist eine Haftung der Kammern, Büros, durchführenden Institutionen und Büros für Schäden ausgeschlossen, es sei denn, diese sind auf vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten der Veranstalter zurückzuführen. Die Haftungsbeschränkung gilt nicht für Personenschäden.

Willkommen im PROJEKTOR, zu eurem Programm am Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst!

Planen Architektinnen und Architekten, Bauingenieurinnen und Bauingenieure, Stadtplanerinnen und Stadtplaner etwas, dann nennen sie das Projekt, egal, ob es sich dabei um eine kleine Aufgabe wie ein Einfamilienhaus oder eine Innenarchitektur oder um eine große Aufgabe wie ein Hochhaus, eine Brücke über die Elbe oder einen neuen Stadtteil handelt. Es geht immer darum, etwas zu entwerfen, zu zeichnen, im Modell zu bauen, was noch nicht da ist und dieses dann nach den gemachten Plänen zu bauen. Ein Projekt existiert also erst einmal nur auf dem Papier (heute zumeist im Computer) und später dann in der Realität, in echt. Auf dem Weg eines Projekts von der ersten Idee und Skizze zum Bauwerk passiert unglaublich viel, das ist hoch spannend und sehr faszinierend.

Am 29. und 30. Juni laden euch acht Architektur- und Ingenieurbüros ein, bei verschiedenen Aktionen Architektur selbst zu machen, mit den Profis direkt zusammenzuarbeiten und deren Berufe kennenzulernen. Sie stehen euch Rede und Antwort und freuen sich auf eure Fragen, Meinungen und Ideen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Für manche der Aktionen müsst ihr euch hier auf der Website anmelden. Für andere Aktionen könnt ihr euch anmelden, wenn ihr ganz sichergehen möchtet, einen freien Platz zu erhalten. Was wann wo läuft – dazu findet ihr ebenfalls alle Informationen hier auf der Website.

An diesem Wochenende könnt ihr die PROJEKTOREN sein.
Viel Spaß dabei!

Mit freundlicher Unterstützung durch das KL!CK Kindermuseum Hamburg / HOCHFORM – Architekturzentrum für Jugendliche und die Initiative Architektur und Schule der Hamburgischen Architektenkammer.

Herzlich willkommen zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst in Hamburg!

Sie interessieren sich für Architektur, Ingenieurbaukunst und die städtebauliche Entwicklung in Hamburg? Sie möchten mehr über die Ideen, die Konzepte und die Arbeitsweise von Architektinnen und Architekten, Bauingenieurinnen und Bauingenieuren, Stadtplanerinnen und Stadtplanern erfahren? Sie wollen einen Blick hinter die Fassaden werfen? Sie interessieren sich für Details, Grundrisse, Konstruktionen, Hintergründe, das Planen und Bauen...? Entdecken Sie mit uns an zwei Tagen das zeitgenössische Bauen und Baugeschichte in Hamburg. Die Teilnahme an allen Führungen und Veranstaltungen ist kostenlos.

Wir laden Sie zum Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2024 ein!

Am Samstag, 29. Juni und Sonntag, 30. Juni finden zahlreiche Führungen zu Architekturprojekten, Ingenieurbauwerken und stadtplanerischen Projekten statt. Die Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure, Stadtplanerinnen und Stadtplaner der Projekte führen selbst vor Ort und freuen sich auf den Austausch mit Ihnen.

Wenn nicht abweichend angegeben (wie bei 9, 11, 14, 55), erfordert die Teilnahme an den Führungen zu den Projekten (1–37, 50–56) keine Anmeldung. Die Führungen beginnen ausschließlich zu den im Programmheft ausgewiesenen Anfangszeiten.

Neu im Programm ist die Rubrik PERSPEKTIVEN – Positionen junger Büros und Kollektive (38–41). Der Besuch der Präsentationen in den jungen Büros ist ebenfalls ohne Anmeldung möglich.

Die Teilnahme an den Touren (42–49, 57–59) zu städtebaulichen, architektonischen und ingenieurtechnischen Themen und den Führungen zu den Projekten (9, 11, 14, 55) erfordert eine Anmeldung. Diese ist ausschließlich hier über diese Website möglich. Mehr über die Teilnahmebedingungen und das Anmeldeverfahren zu den geführten Touren und gegebenenfalls Führungen erfahren Sie unter Teilnahme.

In der Rubrik Zeitzeugen laden wir Sie ein, mit Architekt*innen und Stadtplaner*innen gemeinsam Projekte zu besuchen, die diese vor mehr als 20 Jahren realisiert haben. Die Architekt*innen und Stadtplaner*innen erläutern ihre Planungen – mit dem gegebenen Abstand zum eigenen Werk, aus der Zeit ihrer Entstehung heraus.

Für Informationen rund um den PROJEKTOR – Der Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst für junge Leute klickt bitte einfach auf das PROJEKTOR-LOGO oder wählt den PROJEKTOR unter Rubrik aus.

Wir wünschen Ihnen und euch einen anregenden und spannenden Tag der Architektur und Ingenieurbaukunst 2024 mit vielen baukulturellen Entdeckungen!

Ihre Hamburgische Architektenkammer
Ihre Hamburgische Ingenieurkammer-Bau

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Architektur und Stadtplanung – Touren

Auf den Spuren des Altonaer Bausenators Gustav Oelsner

Altona-Altstadt, Ottensen

Vor 100 Jahren trat Gustav Oelsner das Amt des Altonaer Bausenators an. Als Entwerfer kommunaler Bauten wie dem Haus der Jugend, als Stadtplaner für das Projekt „Neues Altona“ unter Bürgermeister Max Brauer sowie als städte- baulicher und hochbaulicher Planer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SAGA prägte er in der Weimarer Republik das Gesicht der damals noch unabhängigen Nachbarstadt Hamburgs. Der Spaziergang führt vom Altonaer Rathaus bis zum Arbeitsamt Kieler Straße zu einigen seiner wichtigsten Werke.

Führung

Jan Lubitz

Termine Sonntag, 30.06., 15:00 Uhr

Dauer ca. 2 Stunden